Immunologie/HLA
Mehr dazu finden Sie in Kapitel 3 Immunologie/HLA unseres Katalogs 2010/2011 zum Download!
Immunoligie
Die ELISA-Technik (Enzyme-Linked Immunosorbent Assay) zählt zu den am weitest verbreiteten biochemischen Methoden in Analyselaboren und in der Diagnostik. Analyte, wie z.B. Peptide, Proteine, Antikörper und Hormone, werden mit dieser Methode selektiv und in geringen Konzentrationen nachgewiesen und quantifiziert. Zudem können ELISAs automatisiert und mit einem hohen Probendurchsatz durchgeführt werden, sind relativ kostengünstig und die Testergebnisse liegen zeitnah vor.
ELISAs werden in einer Vielzahl von unterschiedlichen Assayformaten durchgeführt, die alle auf demselben Prinzip beruhen. Eine Versuchskomponente, entweder das Antigen oder der spezifisch gegen dieses Antigen gerichtete Antikörper, wird an eine Festphase gebunden. Bei der Festphase handelt es sich meist um die Näpfchen einer Microplatte. Im weiteren Verlauf des Tests findet die selektive Bindung der zweiten Komponente statt. Moleküle, die nicht binden, werden weggewaschen.
Der Nachweis des an die Microplatte gebundenen Antigen-Antikörperkomplexes erfolgt durch eine enzymatische Reaktion. Im direkten ELISA wird entweder das Antigen oder der Antikörper markiert, während beim indirekten ELISA ein gegen den Primärantikörper gerichtetes Sekundärantikörper-Enzym-Konjugat verwendet wird. Die Auswertung des Tests erfolgt photometrisch, wobei die Signalstärke von der Konzentration des nachzuweisenden Moleküls in der Probe abhängt.
Oberflächeneigenschaften und Farbe der Microplatten
Die Bindung des Antigens oder des Antikörpers an die Oberfläche der Microplatte beruht auf passiver Adsorption. Deshalb sind die Oberflächeneigenschaften der verwendeten Microplatte ausschlaggebend für den Assay. Alle ELISA Microplatten von Greiner Bio-One werden aus Polystyrol
hergestellt. Dieser Kunststoff ist hochtransparent und eignet sich somit hervorragend für optische Messungen. Unbehandeltes Polystyrol zeigt hydrophobe Eigenschaften. Spezielle physikalische Behandlungsverfahren ermöglichen die Einführung von hydrophilen Gruppen in Polystyroloberflächen.
Greiner Bio-One bietet ELISA Microplatten in zwei Oberflächenqualitäten an: high binding Produkte mit einer hydrophilen Oberfläche und die weniger hydrophilen medium binding Produkte.
Neben ELISA Microplatten aus transparentem Polystyrol für colorimetrische Messungen bietet Greiner Bio-One ein breites Spektrum an schwarzen und weißen Varianten für Fluoreszenz- und Lumineszenzmessungen an.
Qualitätssicherung
Konstante und homogene Bindungseigenschaften sind für die Qualität von ELISA Microplatten entscheidend. Um diese zu erreichen, verwendet Greiner Bio-One ausschließlich qualitativ hochwertiges Polystyrol und kontrolliert die optimierten Produktionsprozesse maschinell. Eingehende Rohstoff-Chargen werden im Rahmen einer Musterproduktion überprüft und die resultierenden Musterplatten nach folgenden Kriterien immunologisch (mittels ELISA, LIA oder FIA) ausgetestet:
- Der Grenzwert für den Variationskoeffizienten (CV) innerhalb einer Platte liegt bei 5% für MICROLON® und bei 10% für FLUOTRAC™ und LUMITRAC™ Produkte.
- Die Messwerte von fünf Musterplatten sowie in einer Vergleichsmessung mit Referenzplatten unterliegen einer Schwankung von höchstens 10%. Somit wird eine gleichbleibende Lot-zu-Lot-Qualität erreicht.
Werden alle Kriterien eingehalten, wird die Rohstoff-Charge für die Produktion von ELISA Microplatten freigegeben.
Allgemeine Geschäftsbedingungen AGB's
- 96 Well Microplatten
- 96 Well Polystyrol Streifen-Platten
- Immuno-Röhrchen
- HLA/Microtestplatten
- Zubehör HLA
